Neuer Fernsehempfang

für Kleefeld-Buchholz


Wie bereits im Blickpunkt Ausgabe 01/2009 berichtet, wird die Genossenschaft ab August 2009 bis voraussichtlich Frühjahr 2011 in ihren rund 4.100 Wohnungen das Fernsehnetz komplett erneuern.

Warum sich das Unternehmen zu diesem Schritt entschieden hat und wie der Umbau vonstatten geht, erläutert Vorstandsvorsitzender Christian Petersohn.

Frage: Herr Petersohn, die Genossenschaft setzt in Zukunft auf Kabelfernsehen. Warum?

Petersohn: Es ist unsere Antwort auf den technologischen Fortschritt gerade im Bereich von Medien- und Telekommunikationstechnik. Die bisher von unserer Genossenschaft angebotene analoge Satellitentechnik ist nicht zukunftsfähig. Darüber hinaus laufen unsere bisherigen vertraglichen Bindungen aus.

Frage: Können Sie uns dies näher erläutern?

Petersohn: Seit 15 Jahren haben wir unsere Wohnungen über 59 Satellitenempfangsanlagen und zusätzliche Dachantennen mit analogen Fernseh- und Radioprogrammen versorgt. Unterdessen haben sich aber völlig neue Möglichkeiten ergeben. Nur zwei Stichworte dazu: Das Internet gehört mittlerweile in jeden Haushalt, und Fernsehprogramme werden künftig zunehmend digital gesendet.

Frage: Sie sagen also, die bisherige Empfangstechnik über Satellit ist an ihre Grenzen gestoßen.

Petersohn: Absolut. Heute können in unseren Genossenschaftswohnungen 26 analoge Fernsehprogramme empfangen werden. Sehr viel mehr zwar als früher, jedoch wenig im Vergleich zu dem, was generell möglich ist. Darüber hinaus ist die analoge Technologie definitiv ein Auslaufmodell.

Zudem sind die bisherigen Empfangsanlagen nicht interaktiv. Videoangebote können nicht bezogen werden. Und die Möglichkeit, schnelles und kostengünstiges Internet und Telefonie zu beziehen, besteht ebenfalls nicht. Das ist auch eine Frage des Wettbewerbs am hiesigen Wohnungsmarkt.

Frage: Nun also Kabel. Wie geht die Genossenschaft vor?

Petersohn: Wir haben verschiedene Alternativen geprüft, von DVB-T über digitale Satellitenanlagen bis hin zum Internetfernsehen. Aber letztlich erschien uns das Kabelnetz sowohl aus technischen als auch aus wirtschaftlichen Gründen als die sinnvollste Lösung. Wir kooperieren mit der Firma ANTEC Servicepool GmbH aus Garbsen. ANTEC wird die Empfangsanlagen in allen Wohnungen und Häusern modernisieren und dann mit dem Kabelanschlusssignal der Kabel Deutschland versorgen. Zudem wird sich ANTEC um die Wartung der Anlagen und um den Vertrieb von Internet- und Telefonieangeboten kümmern.

Frage: Wie funktioniert der Umbau von Satellitenempfang auf Kabel?

Petersohn: In alle Wohnungen wird ein neues rückkanalfähiges Kabelnetz, ein so genanntes Sternnetz, eingebaut. Jede Wohnung erhält standardmäßig eine Fernsehanschlussdose für Kabel-TV. Die Wohnungen, die jetzt bereits in mehreren Zimmern einen Anschluss haben, behalten die Anschlüsse, dort werden aber die Antennendosen ausgetauscht. Möchten unsere Mitglieder weitere neue Anschlussdosen in anderen Zimmern installiert haben, können sie dieses gern für den Sonderpreis von 69 Euro direkt bei der Firma ANTEC in Auftrag geben.

Frage: Rechnen Sie mit Beeinträchtigungen für die Mieter?

Petersohn: Die Arbeiten werden von der Firma „antennen elektronic braun“ durchgeführt. Andere hannoversche Wohnungsunternehmen haben mit aeb bereits hervorragende Erfahrungen gemacht. Allerdings: Ganz geräuschlos und ohne Staub wird der Umbau leider nicht möglich sein. Wir bitten deshalb unsere Mitglieder schon im Vorfeld um ihr Verständnis und können versichern: Es lohnt sich!

Frage: Es lohnt sich finanziell? Oder es lohnt sich, weil der Komfort verbessert wird?

Petersohn: Beides. Kabel-TV bei der Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz ist besonders günstig. Jeder Haushalt zahlt künftig monatlich nur 8,95 Euro fürs Fernsehen. Zum Vergleich: Jeder Einzelnutzer beispielsweise im Einfamilienhaus muss ca. 16,90 Euro zahlen. Ein klarer Vorteil für unsere Mitglieder.

Und im Übrigen: Internet- und Telefon-Flatrate plus Fernsehen, das so genannte Triple Play,  kann man nach dem Umbau auch bei unserer Genossenschaft nutzen.

Frage: Und was ist mit dem Komfort?

Petersohn: Triple-Play bedeutet nicht nur den Empfang von 35 analogen und bis zu ca. 70 digitalen Fernsehprogrammen sondern auch einen Hochleistungszugang zum Internet mit der Möglichkeit des zeitgleichen Telefonierens. Neben den frei empfangbaren Programmen gibt es noch die Möglichkeit, Bezahlfernsehen wie z. B. Premiere oder ausländische Programme zu buchen. Als besonderen Komfort haben wir mit der Firma ANTEC vereinbart, dass bei der auf alle zukommenden Umstellung die Kanaleinstellungen bei einem Fernsehgerät je Wohnung kostenlos durchgeführt werden, was bei technisch nicht so versierten Herrschaften gut ankommen wird.

Frage: Klingt einerseits verlockend, andererseits kompliziert. Wer blickt bei diesem Angebot noch durch?

Petersohn: Über diese Frage haben wir uns natürlich auch unsere Gedanken gemacht. Schließlich hat doch schon jeder mal verwirrt vor den ganzen neuen Angeboten und Tarifen rund um Fernsehen, Telefon und Internet gesessen und gedacht: Das durchschaue ich nie!

Daher wird die Firma ANTEC Servicepool GmbH unseren Mitgliedern über die Fernsehversorgung hinaus die bereits erwähnten Zusatzleistungen wie Internet und Telefon anbieten. Das könnte bei einigen unserer Mieter im Vergleich zu Ihren bisherigen Tarifen für Internet und Telefon zu deutlichen Einsparungen führen.

Frage: Wann geht’s los?

Petersohn: Wenn alle Genehmigungen planmäßig vorliegen, werden wir wohl im August schon die ersten 250 Wohnungen umrüsten. Bis April 2011 wird die Umstellung voraussichtlich abgeschlossen sein. Den von uns bereits aufgestellten Bauzeitenplan, in dem die voraussichtlichen Umstellungstermine der jeweiligen Wohnungen aufgeführt sind, können unsere Mitglieder im Internet auf unserer Homepage unter „Aktuelles“ oder in unseren Geschäftsräumen einsehen.

 

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