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„Die Jungs vom Pferdeturm“

- EC Hannover Indians
Hannover Indians mit „Häuptling“ Dirk Wroblewski auf dem Kriegspfad
„Die beste Marke der Stadt“
Endlich: Die Hannover Indians sind in der 2. Liga. Er hat zwar nicht einen Puck selbst im Tor der Gegner untergebracht, aber trotzdem maßgeblichen Anteil am erfolgreichen Beutezug der Indianer: Dirk Wroblewski. Der Hoteldirektor des Congress Hotel am Stadtpark ist seit Sommer 2008 Geschäftsführer des kultigen Eishockeyvereins vom Pferdeturm. So souverän der Aufstieg gelungen ist, so viel Arbeit musste Wroblewski mit seinem Team hinter den Kulissen investieren. Ein Blick hinter die Kulissen:
Es war im November vergangenen Jahres. Der Eishockey-Oberligist EC Hannover Indians hatte ein Spiel in Halle. Relativ unbedeutend – aber was bedeutet das bei diesem verrückten Klub schon? Wochenlang hatte man die Idee „Alle nach Halle“ vorbereitet. Der größte Fanzug in der Oberliga-Geschichte machte sich an diesem Novembertag auf den Weg: 2500 Hannoveraner kamen mit zum Auswärtsspiel, zwei Sonderzüge musste die Deutsche Bahn einsetzen, die extra für die Fahrt gedruckten und von 1 bis 2500 durchnummerierten Trikots galten zugleich als Eintrittskarte. „Als wir in Halle auf dem Bahnhof ankamen, und ich die ganzen Fans aus Hannover dort sah, hatte ich Tränen in den Augen“, sagte Indians-Geschäftsführer Dirk Wroblewski, „dann weiß man, warum man das alles macht.“
Der 45-Jährige ist nicht nur mit Leib und Seele Hannoveraner - er ist auch mit Leib und Seele Eishockeyfan. 1974 hat das alles begonnen, damals holte die deutsche Nationalmannschaft bei den olympischen Spielen die Bronzemedaille – und Wroblewski zitterte vor dem Fernseher mit. „Als ich dann wenig später durch Zufall das erste Mal zum Pferdeturm kam, war es um mich geschehen“, sagte er. Wroblewski wohnte seinerzeit in Kleefeld, wollte abends noch ein bisschen spazieren gehen und kam am Eisstadion vorbei. „Das letzte Drittel lief gerade, man konnte umsonst in die Halle“, sagte er. Als Wroblewski gerade die Tribüne erreicht hatte, fiel ein Tor für die Indians. „Eine ältere Frau sprang auf, haute mir ihre Glühweinkanne an den Kopf und umarmte mich“, sagte er, „ich wusste genau: Hier passt Du hin.“
Von da an gab es nur noch das Team vom Pferdeturm für ihn. Erst als Fan – und seit etwas mehr als fünf Jahren auch in verantwortlicher Position. Zuerst half Wroblewski dem damaligen Ober-Indianer Horst Werk bei der Sponsorensuche – nun ist er selber Geschäftsführer, und hat zusammen mit seinem Team den Indianern eine Frischzellenkur verpasst. Von der Sponsorenbetreuung über die Homepage bis hin zu den Aktionen rund um das Team – alles wirkt professioneller, ohne dass die Indians dabei ihre Herkunft verleugnen würde. „Wir sind die beste Marke der Stadt“, sagt Wroblewski.
Die Zuschauer wissen diese Einstellung zu honorieren: Die Verbundenheit der Fans mit den "Jungs vom Pferdeturm" ist in ganz Deutschland bekannt, und wer das Wunderkerzenmeer beim Einlauf der Mannschaft einmal erlebt hat, vergisst die Atmosphäre so schnell nicht mehr! Wir drücken auf jeden Fall die Daumen, freuen uns auf spannende Spiele und hoffen, mit unserer Unterstützung ein wenig zum Erfolg beitragen zu können.
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