Tom Baurichter hat seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann bei einer hannoverschen Wohnungsgenossenschaft gemacht und im Jahr 2018 die Abschlussprüfung erfolgreich bestanden. Nach einer Zwischenstation bei einer großen Wohnungseigentümer- verwaltung arbeitet der 31-Jährige seit April 2023 bei der Kleefeld-Buchholz und ist als Vermieter im Mietservice tätig.
Ein sonniger Morgen, kurz nach halb acht. Tom Baurichter loggt sich ein und der Arbeitstag startet. Jetzt erstmal eine Tasse Kaffee. Schwarz natürlich! Und dann geht es auch schon an die Arbeit, die ersten E-Mails beantworten. So früh am Tag sei die beste Zeit, um konzentriert die ersten Aufgaben zu erledigen, findet der Immobilienkaufmann. „Im Mietservice gleicht kein Tag dem anderen, aber gewisse Routinen geben Struktur. Da mir viele Wohnungsinteressenten abends nach der Arbeit schreiben, schaue ich morgens gleich als erstes, was für Anfragen neu hereingekommen sind“, erzählt Tom Baurichter, „auf diese Weise verschaffe ich mir einen Überblick, kann produktiv arbeiten und organisiert in den Tag starten.“
E-Mail-Verkehr ist ein wichtiger Teil der täglichen Arbeit, wobei auch der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen eine große Rolle spielt. Beispiel Wohnungskündigung: Zieht eine Mietpartei aus, nimmt Tom Baurichter die Wohnung gemeinsam mit einem Techniker der Kleefeld-Buchholz in Augenschein. Dies geschieht vor allem bei Mietverhältnissen, die besonders lange Bestand hatten und die Wohnung für eine Neuvermietung von Grund auf modernisiert werden muss. „In diesen Fällen haben wir eine gewisse Vorstellung, was den neuen Mietpreis angeht“, schildert der Immobilienkaufmann, „und gemeinsam mit der Technik legen wir fest, was zu tun ist, wie viel die Modernisierung kosten darf und wie der Zeitplan dafür aussieht. Der Bestand liegt mir am Herzen und ich freue mich sehr, wenn ich die Wohnung wieder in gute Mieterhände abgeben kann.“
Auf einen Blick:
Die Aufgaben als Vermieter im Mietservice
Im Mietservice der Kleefeld-Buchholz sind gelernte Immobilienkaufleute als Vermieterinnen und Vermieter tätig. Sie betreuen den Wohnungsbestand, wobei die einzelnen Teammitglieder für unterschiedliche Stadtviertel zuständig sind.
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Wohnungskündigungen bearbeiten, Wohnungen anbieten und Nutzungsverträge abschließen
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Wohnungsvergaben unter Beachtung sozialer Aspekte
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Beratung von Wohnungsinteressenten, Mieterinnen und Mieter
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E-Mails schreiben und Datenpflege in der Verwaltungssoftware
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Täglicher Einsatz von Excel, Word, Adobe und Microsoft Teams
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Projektarbeit, Absprachen und interne Organisation mit dem Team
Mietrecht und Menschenkenntnis sind gefragt
Zu seinen Hauptaufgaben gehört der persönliche Kontakt mit Mitgliedern, die sich im Bestand verändern möchten, und darüber hinaus Beratungsgespräche mit Interessenten. Tom Baurichter achtet dabei auf die richtige Wohnungsgröße, den passenden Grundriss, macht Angaben zur Infrastruktur in der Nachbarschaft und legt großen Wert darauf, dass sich Hausgemeinschaften sinnvoll zusammensetzen. „Hier spielen viele unterschiedliche Faktoren eine Rolle“, erläutert der Immobilienkaufmann. „Bei unserer Arbeit beachten wir, dass die Wohnungsvergabe ein wichtiger sozialer Faktor ist, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht.“
„Am häufigsten ist die Frage nach den Genossenschaftsanteilen. Als Immobilienkaufmann muss man sich also nicht nur mit seinen Wohnungen auskennen, sondern auch sattelfest sein, wenn es um spezifische Genossenschaftsthemen, Zahlen und Fristen geht.”
– Tom Baurichter
Hohe Nachfrage – begrenzte Möglichkeiten
Dass Tom Baurichter im Rahmen seiner Arbeit auch Absagen verschicken muss, ist ein Thema, dass ihn bewegt – mit dem er über die Jahre aber einen Umgang gefunden hat: „Die Kleefeld-Buchholz leistet mit den Bauprojekten der vergangenen Jahre einen wichtigen Beitrag, um den angespannten Wohnungsmarkt ein Stück zu entlasten.“ Die Möglichkeiten seien aber limitiert, und er führt aus, dass die Nachfrage das Angebot um ein Vielfaches übersteigt. „Dennoch tun wir, was wir können, und prüfen jede Anfrage sorgfältig – das ist Ehrensache für uns als Genossenschaft. Geschenke als Dankeschön für eine neue Wohnung nehmen wir nicht an. Die glücklichen Gesichter reichen uns vollkommen. Vor allem natürlich bei Familien! Und deswegen bin ich einfach gerne hier.“
Einfühlungsvermögen und diplomatisches Geschick seien Fähigkeiten, die im Job nicht zu unterschätzen sind, betont Herr Baurichter. Auch Beschwerden und Lärmprotokolle finden sich ab und an in seinen E-Mails – eine Aufgabe, die bei der Kleefeld-Buchholz zwar das Beschwerdemanagement bearbeitet, doch als Vermieter ist er im Thema und kann der zuständigen Kollegin teils wichtige Hinweise zur Sachlage geben.
Kurze Wege innerhalb der Verwaltung und ein regelmäßiger Austausch mit allen Abteilungen: Im Schwerpunkt geht es dabei um Wohnungsmodernisierungen und die zugrundeliegenden Projektpläne im Zusammenspiel mit der Technik. Aber auch das Mitgliederwesen oder die Buchhaltung haben schon mal ein Anliegen, wenn es zum Beispiel darum geht, dass eine Mietpartei ausstehende Genossenschaftsanteile begleichen muss oder eine Monatsmiete noch nicht überwiesen wurde. Darüber hinaus übernimmt Tom Baurichter den Schriftverkehr mit Erben, damit der Nachlass geregelt und Genossenschaftsanteile ausgezahlt werden können.
Tom Baurichter kann seine Aufgaben von der Verwaltung aus erledigen oder nach Absprache im Homeoffice arbeiten. Lieber ist er zwar im Büro, aber praktisch sei die Mobile Arbeit allemal: „Vor allem, weil man zum Beispiel Arzttermine besser wahrnehmen kann“, sagt der Immobilienkaufmann, „in solchen Fällen spare ich mir nach Feierabend die Fahrt von der Verwaltung quer durch die Stadt. Aber auch Eltern können natürlich enorm von der Regelung profitieren. Da schenkt uns der Vorstand viel Vertrauen, was die Kleefeld-Buchholz als Arbeitgeber sehr attraktiv macht.“
Tom Baurichter vermietet bis zu zehn Wohnungen im Monat und ist meist einen Vormittag in der Woche im Kleefelder Bestand unterwegs, um mit dem zuständigen Kollegen vom technischen Service Modernisierungen zu besprechen. Spannend: Die Schlüsselübergabe an neue Mieterinnen und Mieter findet in der Regel in der Verwaltung statt. Ein Punkt, der für den guten Zustand der vermieteten Wohnungen spricht und dem Team der Kleefeld-Buchholz viele Wege spart, wodurch die Erledigung der täglichen Büroarbeit wesentlich effizienter läuft.
Digitalisierung mit Augenmaß
Läuft denn in der Verwaltung alles nur noch per E-Mail? Der Immobilienkaufmann verneint. Die Genossenschaft habe viel in digitale Prozesse und Software investiert. Dennoch würden auf Wunsch nach wie vor Wohnungsexposés ausgedruckt und Briefe geschrieben. Diese Zweigleisigkeit sei für viele Mitglieder ein großes Plus: „Aufgrund technischer Entwicklungen dreht sich die Welt immer schneller, daher ist es wichtig, dass wir alle mitnehmen, weil das Thema Wohnen eben einen ganz besonderen Stellenwert hat! Zusätzlich sind wir aber auch telefonisch sehr gut erreichbar und beantworten gerne alle Fragen.“
Und abwechslungsreich geht es weiter: Herr Baurichter hat später noch eine Wohnungsübergabe und auf seinem Schreibtisch wartet ein Informationsschreiben zum Thema Fernwärmeverordnung!
Genau diese Vielfalt ist es, die seinen Job so interessant macht. Sein Rat an potenzielle Azubis: „Offenheit, Lernbereitschaft und das Interesse an Menschen sind die besten Voraussetzungen, um in diesem Beruf so richtig durchzustarten!“