Richtiges Lüften durch "Stoßlüften"

Energiesparen – die besten Tipps, um die Haushaltskasse zu schonen


Energiekosten reduzieren und verborgene Sparpotenziale nutzen! Darum geht es in den kommenden Monaten mehr denn je. Hier kommen Tipps, die das Energiesparen im Alltag erleichtern.

Lassen Sie sich von den milden Temperaturen im Sommer nicht trügen: Energie sparen können Sie zu jeder Jahreszeit. In den Sommermonaten geht es dabei vor allem um die Nutzung von Warmwasser, das Kochen, den Kühlschrank und den Einsatz von Klimageräten, auf die Sie am besten ganz verzichten. Noch größer wird das Sparpotential ab Herbst, wenn die Heizperiode beginnt. Wichtig: Setzen Sie Energie in Zukunft ganz bewusst ein und versuchen Sie insbesondere den Gasverbrauch zu reduzieren, damit es bei dernächsten Abrechnung kein böses Erwachen gibt.

Obwohl zum Beispiel enercity ab Oktober 2022 massive Preiserhöhungen für Strom und Gas angekündigt hat,  sprechen führende Experten eine klare Warnung aus: Die meisten Menschen haben bisher noch nicht realisiert, wie ernst die Situation ist! Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Selbst wer in der Vergangenheit schon einige Tipps zum Energiesparen beherzigt hat, kann mit den richtigen Maßnahmen seinen Verbrauch noch weiter reduzieren. Oftmals geht es dabei um grundsätzliche Verhaltensweisen – so zum Beispiel auch beim Kochen und beim Wäschewaschen.

Rund 75 Prozent der zuhause verbrauchten Energie entfällt auf die Raumwärme.

Heizen & Lüften

Halten Sie Ihre Heizköper „leistungsfähig“:
Damit Heizkörper effizient heizen, ist es wichtig, dass alle Heizkörper mindestens einmal im Jahr entlüftet werden. 
Ebenfalls wichtig: Reinigen Sie Ihre Heizkörper regelmäßig - Staubansammlungen wirken wie eine Dämmschicht.

Nichts vor die Heizung stellen:
Versperren Sie der Wärme nicht den Weg und verzichten Sie zum Beispiel auf lange Vorhänge. Auch ungünstig platzierte Möbel können bis zu 20 Prozent der Wärme verschlingen, da die Luft nicht frei im Raum zirkulieren kann.

Nicht überheizen:
Senken Sie die Raumtemperatur um 1 Grad Celsius, können Sie Ihre Heizkosten um 6 Prozent reduzieren. Steuern Sie die Temperatur je nach Raumnutzung – also in Anwesenheitszeiten höher, in Abwesenheits- oder während der Schlafzeiten niedriger.

Heizung nicht voll aufdrehen:
Die gewünschte Raumtemperatur wird nicht schneller erreicht, wenn man das Thermostat maximal aufdreht. Tasten Sie sich heran: Energieeffizient ist ein moderates Heizverhalten auf Stufe 2 oder 3.

Lüften:
Ein regelmäßiger Luftaustausch schafft ein positives, gesundes Raumklima – und beugt außerdem der Schimmelbildung in Wohnräumen vor. Das beste Mittel für gut durchlüftete Wohnräume ist das Stoßlüften. 
Richtig lüften: Gelüftet werden sollte unbedingt in Form der sogenannten „Stoßlüftung“ – also Fenster oder Balkontür mehrmals am Tag für mehrere Minuten ganz öffnen, frische Luft einlassen und danach wieder schließen. Durch gekippte Fenster geht unnötig viel Energie verloren.

Optimieren Sie die Armaturen-Hebelstellungen:
Oft reicht kaltes Wasser aus oder es wird sogar nach dem Öffnen gezielt auf „Kalt“ zurückreguliert. Dabei wird dann unnötig viel warmes Wasser verbraucht, weil dieses ja zunächst ungenutzt wegfließt. Deshalb am besten nach jeder Nutzung den Hebel wieder auf „Kalt“ stellen!

Duschen statt Baden:
Auch wenn es in Herbst und Winter besonders verlockend ist – ein Wannenbad braucht dreimal so viel Wasser und Energie wie eine Drei-Minuten-Dusche!

Stromverbrauch senken

Standby-Modus vermeiden:
Viele strombetriebene Geräte (TV, PC, …) im Haushalt lassen sich besonders schnell nutzen, weil sie im sogenannten Standby-Modus ständig für das schnelle „Hochfahren“ bereit sind. Genau das verbraucht vor allem in der Summe dieser Standby-betriebenen Geräte sehr viel Strom.

Nutzen Sie Steckerleisten mit Ausschalter:
Bei einer durchschnittlichen Familie macht der Stand-by-Modus fast ein Siebtel der gesamten Stromkosten aus. Trennen Sie deshalb Ihre Geräte komplett vom Stromnetz – nachts auch den PC, die Monitore und den W-LAN-Router.

„Energieeffizienz“

Beim Neukauf von Geräten auf die sogenannte Energieeffizienzklasse achten:
Die Energieeffizienz von Geräten unterscheidet sich zum Teil drastisch. Bei gleicher oder ähnlicher Funktion verbrauchen manche Geräte deutlich mehr und andere deutlich weniger als der Durchschnitt. Bei der Einordnung hilft das sogenannte EU-Energielabel. Das umfasst heute die Energieeffizienz-Klassen „A“ (geringster Verbrauch) bis „G“ (höchster Verbrauch).

Altgeräte aber nicht vorschnell durch neue ersetzen:
Wer durch einen Gerätetausch seinen Energieverbrauch senken möchte, sollte bedenken: Bei der Produktion neuer Geräte wird die Umwelt auch belastet – nicht nur beim Betrieb von Altgeräten. Insofern gilt es sorgfältig abzuwägen, ab wann ein Altgerät durch ein neues ersetzt wird. Selbst bei Stromfressern wie Kühlschränken rät das Bundesumweltamt deshalb nur dann zum Tausch, wenn „Sie Ihren Kühlschrank vor dem Jahr 2005 gekauft haben oder er eine niedrige Energieeffizienzklasse besitzt und Sie ihn gegen einen neuen Kühlschrank in der höchsten Energieeffizienzklasse austauschen.“

Stromsparen in der Küche

Grundsätzliche Verhaltensänderungen beim Waschen, Trocken und Kochen verringern den Energieverbrauch.

Energieeffizient kühlen:

Kühl- und Gefrierschränke und -truhen zählen im Haushalt zu den größten Stromverbrauchern. Deshalb sollte bei einem Neukauf oder Tausch besonders genau auf die Energieeffizienzklasse geachtet werden. Im täglichen Betrieb sollten außerdem folgende Tipps beachtet werden:

Temperatur nicht unnötig kalt wählen: Bei Tiefkühlgeräten sind meist -18 ° C optimal. Und bei Kühlschränken reichen meist 7° C im oberen Fach.  Zur Einordnung: 1° C weniger im Kühlschrank erhöht den Stromverbrauch um rund 6 %.
Wertvolle Kälteleistung optimal nutzen: Tauen Sie Ihre Geräte rechtzeitig und regelmäßig ab -zu viel Eis reduziert die Kühlleistung.  Ebenfalls wichtig: Kühlgeräte nicht in die unmittelbare Umgebung von Wärmequellen stellen (Heizkörper oder sonnendurchflutetes Fenster) .

Energiesparend kochen, backen, spülen:
Effizient braten, dünsten und kochen: Das geht vor allem mit exakt auf die Kochplatte passenden Töpfen, dicht abschließenden Topfdeckeln und mit (nicht im Topf, sondern) im separaten Wasserkocher zum Kochen gebrachtem Wasser!

Clever backen: Und zwar am besten mit Umluft – denn damit sparen Sie im Vergleich zu klassischer Ober- / Unterhitze rund 15 % Energie.

Durchdacht spülen: Die Spülmaschine möglichst voll räumen – und dann idealerweise ein Eco-Programm wählen bzw. die Temperatur auf 45 bis 55° C einstellen. Lieber nicht: Kurzprogramme. Die sind zwar schneller, spülen aber mit deutlich höheren (energieintensiveren) Temperaturen!

Stromsparen bei der Wäsche

Waschmaschine und Trockner:
Waschen Sie erst, wenn die Waschmaschine voll ist und nutzen Sie die Energiesparprogramme. Verzichten Sie auf die Vorwäsche und stellen Sie niedrigere Waschtemperaturen ein – zum Beispiel 30 Grad statt 60 Grad Celsius. Versuchen Sie auf den Wäschetrockner zu verzichten, wann immer es geht.

Stromsparen bei der Beleuchtung

Halogenlampen sind keine Energiesparlampen:
Hier liegt oftmals ein Irrtum vor! Stellen Sie konsequent auf LEDs um, die mittlerweile ein angenehmes warmes Licht erzeugen, eine hohe Lebensdauer besitzen und im Vergleich zu Halogen oder herkömmlichen Glühlampen nur einen Bruchteil an Strom verbrauchen.