Ein Tag mit Alexander Tschupin – zuständig für Elektro, Heizung und Sanitär im Bestand der Kleefeld-Buchholz.


Alexander Tschupin absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Seit dem 1. Juli 2016 ist er bei der Kleefeld- Buchholz angestellt. Er wohnt in Hohenhameln, 32 Kilometer von Hannover entfernt, und pendelt täglich: „Mit einer Reparatur in einer Wohnung wieder alles in Ordnung zu bringen, macht mir einfach Spaß. Da freuen sich unsere Mieter – und ich mich natürlich auch!“

Es ist kurz nach halb sieben. Im Büro von Alexander Tschupin leuchtet bereits der Computermonitor. Kaffee zum Wachwerden? Das braucht er nicht. Der frühe Vogel fängt den Wurm – auch ganz ohne Koffein. Lieber öffnet er direkt sein E-Mail-Programm und startet die Wohnungssoftware: Was ist an neuen Reparaturen und Aufgaben hereingekommen? Der 50-Jährige sichtet die verschiedenen Themen und fängt an, alles nach Prioritäten zu ordnen: „Bei uns gibt es keine Routinen – ich schaue, welcher Fall besonders dringend ist, informiere mich bei den Mietern noch einmal genauer über den Schaden, vereinbare Termine und dann geht es auch schon raus in den Bestand.“

Großer Einsatz für Mieterinnen und Mieter

Spannend: Bei der Kleefeld-Buchholz kommt jeder Servicewart aus einem anderen Handwerk. Alexander Tschupin ist ausgebildeter Elektroinstallateur. Zusätzlich kümmert er sich derzeit aber auch um die Sanitärarbeiten, für die er ebenfalls Berufserfahrung mitbringt. Für die Praxis heißt das: ausgefallene Treppenhausbeleuchtungen und Steckdosen auf der einen Seite, defekte Thermen, Toilettenspülungen und Waschtischarmaturen auf der anderen. Sein Dienstfahrzeug ist entsprechend ausgerüstet: ein praktischer Minivan mit E-Antrieb und allerlei Werkzeug an Bord.

„Für die gängigsten Ersatzteile muss ich nicht erst zum Großhändler“, berichtet Alexander Tschupin, „alles liegt griffbereit im Auto und durch genaue Angaben in den Reparaturmeldungen kann ich schnell noch zusätzliches Material aus unserem Lager einpacken, weil ich weiß, was mich erwartet.“

Die Digitalisierung hilft ihm dabei, den Überblick zu behalten. „Früher gab es noch Zettelsammlungen mit Namen, Adressen und Telefonnummern“, erinnert er sich, „das war noch ein ganz anderes Arbeiten mit vollkommen anderen Abläufen. Heute sind alle Aufträge auf unserem Dienst-Smartphone aufrufbar, wir können von unterwegs Daten eingeben und alles läuft auf dem Rechner im Büro sauber zusammen – ohne eine doppelte Erfassung per Hand.“

Beispiel Wohnungsabnahme: Hier ist Alexander Tschupin zur Stelle, wenn der zuständige Kollege Urlaub hat. Dann prüft er alles von der Küche bis zum Keller – und hält den Zustand der Wohnung per Fotodokumentation fest. Alles läuft digital über ein Tablet: Die Bilder und Notizen fließen direkt ins System der Genossenschaft ein. So ist für alle Seiten nachvollziehbar, in welchem Zustand die Wohnung übergeben wurde.

Auf einen Blick: Die Aufgaben als Servicewart


Das Team der Servicewarte ist breit aufgestellt. Jeder bringt einen anderen handwerklichen Hintergrund mit: Elektroinstallation, Tischlerei, Sanitär. So kann das Team die meisten Reparaturen im Bestand selbst erledigen, ohne einen externen Betrieb zu beauftragen. Handwerkliches Geschick und Büroarbeit gehen dabei Hand in Hand, denn hinter jedem Einsatz steckt viel Organisation.

  • Aufträge sichten, priorisieren und terminieren
  • Elektroarbeiten: Treppenhausbeleuchtung, Steckdosen, Installationen
  • Sanitärarbeiten: Toilettenspülungen, Armaturen, Thermeneinstellungen
  • Materialverwaltung und Auftragsvergabe an Partnerfirmen
  • Digitale Auftragsbearbeitung im IT-System der Genossenschaft
  • Wohnungsabnahmen

Mitdenken, anpacken und eigenständig sein


Einen festen Stadtteil haben die Servicewarte nicht. Die Kollegen sind flexibel in allen Quartieren unterwegs. Eingehende Aufträge werden so strukturiert, dass möglichst viele Einsätze in derselben Nachbarschaft liegen und effizient durchgeführt werden können.

Doch damit nicht genug – wenn Alexander Tschupin im Bestand unterwegs ist, hält er stets die Augen offen! Bröckelt eine Betonstufe? Sind die Müllplätze gepflegt? Braucht ein Baum vielleicht einen Bewässerungssack? Größere Themen werden zunächst intern besprochen und dann wird gehandelt. Ausgefallene Treppenhausleuchten gehören zu den häufigsten Kleinaufträgen. Und auch Rohrverstopfungen löst Alexander Tschupin mit der Vakuumpumpe selbst. Geht es jedoch um Gasanschlüsse, holt er einen externen Fachbetrieb dazu.  

 

               „Nicht jeder gute Elektriker ist gleichzeitig ein guter Kundendienstmonteur. Man muss Fehler schnell lokalisieren und der ein oder andere Mieter möchte mir natürlich auch mal über die Schulter gucken. Doch dieses Miteinander liegt mir sehr, das merke ich jeden Tag aufs Neue.“

– Alexander Tschupin

Der gesamte Bestand ist sein Revier

Seit 2016 ist Alexander Tschupin bei der Kleefeld-Buchholz angestellt – doch schon die zehn Jahre davor arbeitete er bei einem Betrieb, der für die Genossenschaft tätig war. „Es kommt schon mal vor, dass uns die Mieterinnen und Mieter auf der Straße erkennen“, sagt er. Dann könne man sich auch mal kurz miteinander austauschen. „Doch die Reparaturen halten uns natürlich auf Trab.“

Was aber nicht heißt, dass sich der begeisterte Motorradfahrer aus der Ruhe bringen lässt: „Man hat ja eigentlich alle möglichen Reparaturen schon einmal durchgeführt – und es nützt ja nichts, wenn man sich über festsitzende Schrauben oder eine unübliche Kabelführung aufregt. Das macht das Ganze nicht besser. Ich konzentriere mich lieber darauf, Lösungen zu finden.“ 

Für Mieter da sein, den Gebäudebestand im Blick haben und den Arbeitsalltag selbst gestalten:

Liebe Servicewarte,
danke
r den großen Einsatz und Euer Engagement!