Gut versichert? Gutes Gefühl!
Die Kleefeld-Buchholz informiert über häufige Irrtümer und wichtige Details.
Ein geplatztes Wasserrohr in der Küche, aufgequollene Böden und beschädigte Schränke: In solchen Momenten zeigt sich, wie wichtig der richtige Versicherungsschutz ist! Doch welche Versicherung zahlt eigentlich was? Um welche Police muss man sich privat kümmern? Und was übernimmt der Vermieter? Erfahren Sie, welche Versicherungen wirklich wichtig sind und warum Irrtümer im Schadenfall viel Geld kosten können.
Gut zu wissen: Die Hausratversicherung ist eine Art Basis-Absicherung für alle Gegenstände in Ihren vier Wänden. Sie schützt unter anderem Ihre Möbel, Elektrogeräte und Kleidung bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Einbruch und Unwetter, wobei Schäden durch Überschwemmung teils extra versichert werden müssen. Wichtig: Jeder Mieter muss eine eigene Hausratversicherung abschließen, doch der benötigte Versicherungswert wird oft unterschätzt. Bitte beachten Sie für die Berechnung die Empfehlung von 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, da man auch beim Hausrat einer Drei-Zimmer-Wohnung schnell auf einen Wiederbeschaffungswert von 50.000 Euro kommt.
Was versteht man eigentlich unter...?
… Hausrat: Alles, was Sie bei einem Umzug mitnehmen würden: Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Bargeld, Schmuck – auch Gegenstände im Keller und gemeinschaftlich genutzten Räumen zählen dazu.
… grober Fahrlässigkeit: Wenn Sie die erforderliche Sorgfalt in besonderem Maße außer Acht lassen – und zum Beispiel eine brennende Kerze auf dem Tisch stehen lassen, wenn Sie einkaufen gehen.
… Unterversicherungsverzicht: Eine wichtige Klausel in der Hausratversicherung. Sie stellt sicher, dass im Schadenfall die volle Summe gezahlt wird, auch wenn der tatsächliche Wert Ihres Hausrats etwas höher liegt als angegeben.
Wer sich gut schützt, kann bei Schäden finanzielle Engpässe vermeiden
Ebenfalls unverzichtbar ist eine Privathaftpflichtversicherung. Ein Grundschutz, an dem Sie nicht sparen sollten! Die Privathaftpflicht springt ein, wenn Sie anderen versehentlich Schaden zufügen – sei es durch eine Parfümflasche, die Ihnen ins Waschbecken fällt, durch eine übergelaufene Badewanne oder einen brennenden Adventskranz. Dabei ist es für den Anspruch des Geschädigten unerheblich, ob vorsätzlich, grob fahrlässig oder nur leicht fahrlässig gehandelt wurde. Der Verursacher muss zahlen, doch die Versicherungsgesellschaft springt ein, solange es sich nicht um Vorsatz handelt! Wählen Sie eine existenzsichernde Deckungssumme von mindestens 10 Millionen Euro. Besser sind Deckungssummen von 50 oder sogar 100 Millionen Euro!
Gut abgesichert lebt es sich entspannter –
nicht nur im Ernstfall
Zusätzlich zu Hausrat und Privathaftpflicht braucht es eine leistungsfähige Gebäudeversicherung, um mögliche Schäden an der Bausubstanz abzudecken. Diese müssen Mieter jedoch nicht selbst abschließen – die Kosten für die Police werden von der Genossenschaft ganz einfach über die Nebenkosten abgerechnet. Wichtig: Die Police deckt auch die Gefahren Feuer, Sturm, Hagel, Elementarschäden und Glasbruch ab, sollte ein Unwetter Schäden am Haus verursachen.
Übersicht: Das Zusammenspiel der Versicherungen ist entscheidend.
Stellen Sie sich vor: Eine Wasserleitung in der Küche bricht, der Bodenbelag quillt auf und die Küchenschränke werden beschädigt. In solchen Momenten ist es wichtig zu wissen, welche Versicherung welche Kosten übernimmt!
Hausratversicherung:
- schützt Ihr Eigentum. Optional kann die Hausratpolice
- auch das Fahrraddiebstahlrisiko abdecken.
Privathaftpflichtversicherung:
- deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab, die Sie bei anderen verursachen.
Gebäudeversicherung:
- für Schäden am Haus. Wird vom Vermieter über die Nebenkosten abgerechnet.
Bei verschiedenen Schäden gelten verschiedene Zuständigkeiten
Ein Beispiel: In Ihrer Wohnung hat der Adventskranz gebrannt. Jetzt ist das Treppenhaus verrußt und eine Nachbarwohnung wurde beschädigt. Ihr verkohltes Mobiliar, der vorschmorte PC und weitere Hausratgegenstände sind von Ihrer Hausratversicherung abgesichert. Auch Schäden, die durch Löschwasser an Ihrem Hausrat entstanden sind, werden übernommen. Die Schäden am Gebäude sind hingegen über die Wohngebäudeversicherung versichert – und den Schadensersatz für Ihre Nachbarn übernimmt die Privathaftpflicht.
Liebe Mieterinnen und Mieter, auch wenn niemand an Schadenfälle denken möchte: Lassen Sie sich von einem Versicherungsmakler Ihres Vertrauens beraten. Ein durchdachter Versicherungsschutz ist unverzichtbar, schafft Sicherheit und ermöglicht es, den kleinen und großen Herausforderungen des Alltags gelassen zu begegnen.